Warum es sich lohnt, das Mentorenprogramm für Kinder zu unterstützen

Impulse für Bildung und Ausbildung

Die Pisa-Studie hat verdeutlicht, wie stark es in Deutschland von der sozialen Herkunft abhängt, welche Bildungschancen ein Kind hat. Mentoren können dazu beitragen, dies zu ändern. Sie unterstützen Kinder individuell in ihrer Entwicklung und geben ihnen Selbstvertrauen. Als Rollenvorbilder leben sie vor, wie entscheidend es ist, die Schule erfolgreich zu beenden und eine qualifizierte Ausbildung zu machen. Auch für die Berufswahl können sie eine wichtige Orientierung geben.

Win-Win-Situation

Von Mentoring profitieren alle Beteiligten: Die Kinder werden in ihrer Entwicklung unterstützt, sie bekommen Anregungen und Anerkennung. Und die Mentoren wachsen mit ihrer Aufgabe: Sie übernehmen Verantwortung, lernen ebenso wie die Kinder Neues dazu, steigern ihre soziale Kompetenz und ihre Teamfähigkeit – allesamt Eigenschaften, die auch in Unternehmen benötigt werden.

Motivation steigern

Wer anderen hilft, bekommt auch etwas zurück. Arbeitgeber, die Verantwortung für die Gesellschaft wahrnehmen, tun damit zugleich etwas dafür, dass ihre Mitarbeiter sich mit ihnen identifizieren. Und wer sich wohl fühlt in der besonderen Kultur eines Unternehmens, der ist auch motivierter in seiner Arbeit.

Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Mentoring fördert darüber hinaus den gesellschaftlichen Zusammenhalt, denn es verbindet verschiedene Generationen und unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen in einer Region miteinander. Menschen mit Erfahrungen, die mitten im Leben stehen, stärken Jüngere. Kinder aus Migrantenfamilien werden besser integriert.

Image-Gewinn

Nicht nur bei Mitarbeitern, auch bei Kunden und Geschäftspartnern steigern Unternehmen ihr Ansehen, indem sie soziale Projekte unterstützen. Mit Big Brothers Big Sisters Deutschland fördern sie ein Programm für Kinder, das international verbreitet ist und dessen Wirksamkeit wissenschaftlich belegt ist. In den USA zählt Big Brothers Big Sisters zu den Top-Marken im Non-Profit-Bereich.

Überfachliche Kompetenzen entwickeln


Prof. Dr. Jutta Rump, FH Ludwigshafen, Geschäftsführende Leiterin des Instituts für Beschäftigung und Employability: „Aus aktuellen Untersuchungen wissen wir, dass sich Unternehmen von ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in zunehmendem Maße überfachliche Kompetenzen wie Eigenverantwortung, Kommunikationsfähigkeit oder Einfühlungsvermögen wünschen. Gleichzeitig sehen sie aber gerade diese Fähigkeiten nicht immer ausreichend ausgeprägt. Indem ein Unternehmen seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen darin bestärkt, als Mentoren und Mentorinnen Verantwortung für Kinder zu übernehmen, kann es unter Umständen mehr zur Entwicklung der überfachlichen Kompetenzen beitragen als durch manch kostspieliges Personalentwicklungs- instrument.“